Geschichten aus dem Büroalltag #39:
Hilfe, die Mitarbeitenden laufen davon
26. November 2024
In einem Coaching berichtete eine Mitarbeiterin, dass schon wieder ein Kollege gekündigt habe und dies langsam schwierig wird, da es nicht das erste Mal ist. Sie fragte nach, was Gründe sein könnten und ob sie als Kollegin oder als zukünftige Führungskraft etwas positives beitragen kann. Aus der Managementliteratur kennen wir das flapsige Bonmot: „Mitarbeitende kommen wegen der Firma, bleiben wegen der Aufgabe und gehen wegen des Chefs.“
Doch welches sind die Kernkompetenzen einer Führungskraft, die im besten Fall verhindern, dass Mitarbeitende wegen Führungspersonen kündigen?
- Fördern Sie die Entwicklung von Menschen: Gute Führungskräfte haben die Fähigkeiten, Stärken, Talente und das Potenzial ihrer Mitarbeitenden stets im Blick. Sie geben Ziele nicht einfach vor, sondern erarbeiten diese gemeinsam und individuell mit ihren Mitarbeitenden und schaffen so neue Entwicklungsmöglichkeiten.
- Bieten Sie Unterstützung: Vorbildliche Führungspersönlichkeiten helfen ihren Mitarbeitenden bei der Lösung von Problemen, anstatt diese „schnell“ selbst zu lösen. Sie finden die richtige Balance zwischen Fordern und Fördern.
- Sorgen Sie für interessante Aufgaben: Mitarbeitende möchten sich entwickeln und gute Arbeit leisten. Sie wollen interessante und herausfordernde Aufgaben. Natürlich ist das nicht immer möglich – dafür gibt es Verständnis. Aber schaffen Sie zumindest Perspektiven.
- Seien Sie bescheiden: Gute Führungskräfte wissen, dass sie nicht alles wissen – und geben dies auch zu. Häufig ist es so, dass Teammitglieder bestimmte Dinge besser können und besser wissen (sonst hätte man sie ja nicht eingestellt). Nutzen Sie das Wissen und die Ideen der Mitarbeitenden und des Teams und profitieren Sie davon.
- Schaffen Sie Klarheit: Formulieren Sie Erwartungen und Ziele klar und präzise. Wichtig ist, dass alle Beteiligten wissen, was von ihnen erwartet wird – und was nicht. Diese Erwartungen und Ziele sollten für die Mitarbeitenden verbindlich sein. Als Führungskraft sollten Sie sicherstellen, dass Sie diese Verbindlichkeit nicht nur einfordern, sondern auch selbst vorleben.
Machen Sie es besser und achten Sie darauf, dass Sie motivierte Mitarbeitende haben. Natürlich werden auch diese eines Tages kündigen, aber zumindest nicht, weil sie nicht hinter der Führung im Betrieb stehen können.